Facebook Spaces – Eine neue Welt im Social Web

Facebook Spaces – Virtuelle Kommunikation und Abenteuerspielplatz!

VR Brillen sind zwar noch eine echte Neuheit, doch mittlerweile sind sie immer mehr im Kommen. Warum? Vergiss Smartphones, Streaming und andere elektronische Online-Dienste. Die VR Brille wird DIE nächste große Revolution sein – wenn nicht sogar die größte aller Zeiten.

Zu innovativ, zu vielseitig und zu realitätsnah sind die virtuellen Brillen. Bereits heute werden sie in der Medizin, in der Bildung, beim Hausbau oder als Werbemaßnahme für hübsche Urlaubsziele im Reisebüro eingesetzt. Du als „Ottonormalverbraucher“ wirst dir von den VR Brillen hauptsächlich eines erhoffen: Jede Menge Fun!

Facebook Spaces mit einer VR Brille

Neben Games und Filmen sind die Brillen auch dort einsatzbereit, wo wir uns im Alltag ohnehin fast permanent aufhalten (online oder offline). Richtig, nämlich im Social Network.

Facebook Spaces ist die begleitende Revolution in Sachen Vernetzung, die durch die Technik der VR-Brillen ermöglicht wird. Bereits jetzt kannst du dich mit Freunden und Bekannten aus Facebook in virtuellen Räumen treffen und gemütlich durch Disneyland spazieren, während ihr über das Fußballspiel vom Wochenende plaudert.

Vielleicht ist Disneyland nicht der richtige Ort? Okay, dann trefft euch doch einfach auf einem Strand in der Karibik und spielt gemeinsam ein paar tolle Online-Games. Voraussetzung ist dabei, dass zumindest du und idealerweise deine Freunde eine Oculus Rift VR Brille besitzt.

Klingt alles noch etwas unverständlich? Keine Sorge, der folgende Artikel stellt dir das neue Tool von Facebook genauer vor und zeigt dir, wie du mit deiner VR-Brille in ganz neue Welten eintauchen kannst.

Was ist Facebook Spaces?

Seit dem 18.04.2017 ist es amtlich: Facebook startet den Launch der neuen Application „Facebook Spaces“. Dies hat Mark Zuckerberg auf der F8-Konferenz vorgestellt. Es handelt sich um einen virtuellen Raum, den du nach Belieben auswählen oder gestalten kannst. Hier kannst du tun und lassen, was du willst (welche Möglichkeiten sich dir bieten, stellen wir später noch detaillierter vor). Lade bis zu drei Teilnehmer in deinem Space ein und interagiert über eure Stimme und sogar über eure Gestik.

Im Facebook Space bewegst du dich nämlich mit einer virtuellen Figur, die sich deinen Bewegungen anpasst. Das Prinzip ist dabei ähnlich wie bei einer Nintendo Wii oder xBox-Kinect.

Allen voran geht es weniger darum, wichtige Meetings zu halten. Dafür ist die normale Videochat-Funktion von Facebook, oder aber Skype bzw. Google Hangouts besser geeignet. Die Spaces App ist bis dato ein reiner Vergnügungspark. Mache Bilder, zeichne dreidimensionale Objekte, erkunde verschiedene Orte oder spiele Online-Games.

Für wen ist Facebook Spaces geeignet?

Es gibt hier kaum eine Eingrenzung, was die Zielgruppe anbelangt. Sowohl Kinder, die im Space malen und fotografieren können, als auch Erwachsene, die sich mit Freunden treffen wollen, werden hier sehr viel Spaß haben.

Da die Voraussetzung ist, dass man eine VR Brille (Oculus Rift) hat, werden allen voran Technik Freaks ein Paradies vorfinden. Natürlich sind virtuelle Spaces immer wunderbar, um mit Leuten aus aller Welt in Kontakt zu treten. Was bisher nur via Videochat oder Telefonie gelang, ist nun auf einem ganz anderen Level möglich. Es entsteht der Eindruck, als würdest du mit deinen Freunden an einem gemeinsamen Tisch sitzen… oder einen Spaziergang machen.

Was kann man alles mit Facebook Spaces machen?

Der virtuelle Facebook Raum bietet für dich jede Menge Features und Aktionen, sodass es eigentlich nie langweilig wird. Sowohl alleine, als auch in einer Gruppe mit höchstens vier Leuten kannst du Selfies bzw. Fotos machen und deine Umgebung erkunden.

Erstellst du einen eigenen Raum, so kannst du diesen nach Belieben gestaltet und ihn zum Beispiel mit Wasser befüllen. Und wenn du nicht gerade ertrinken willst, kannst du auch Süßigkeiten regnen lassen. Das hat Mark Zuckerberg unter anderem bei seiner Vorstellung auf der F8-Konferenz vorgemacht. Mit den Touch Controllern kannst du deine Hände einsetzen, als wären sie echt. Ziehen, wischen, schnippen, klatschen, schütteln und noch viel mehr ist möglich.

Ein Beispiel: Bekommst du einen Anruf auf deinem Smartphone oder eine Textanfrage, so zückt dein virtuelles Ich das Smartphone und du kannst – wie in der Realität – auf einem Smartphone-Screen annehmen oder ablehnen. An einem solchen Fall erkennt man, wie detailliert die Welt ist.

Am Anfang erstellst du erst einmal dein virtuelles Ich

Bevor du dich mit Freunden triffst und alle Features nutzt, erstellst du erst einmal dein virtuelles Ich. Facebook bietet an, dass Spaces eine Figur nach den Maßstäben deines Profilbildes entwirft. Gefällt dir das Resultat nicht, lässt sich deine Figur von dir manuell bearbeiten. Mit Frisuren, Hautfarbe, Gesichtszüge und Accessoires…

Anschließend suchst du dir eine Umgebung aus. In manchen Youtube-Tutorials konnte man die Figur durch Disneyland spazieren gehen sehen oder an einem Strand entspannen. Aber auch viele andere Orte lassen sich erkunden – sogar das Weiße Haus! Überall lassen sich Items finden, mit denen du interagieren kannst. Hin und wieder findest du sogar eine Pizza und musst aufpassen, dass du nicht vergisst, dass auch die Pizza virtuell ist. Und wenn du Lust auf eine kleine Sporteinheit hast, kannst du natürlich auch joggen oder einen Parcours durch deine Umgebung machen.

Games sind phantastisch

Irgendwann wird es wohl ein wenig langweilig, alleine durch die Umgebung zu spazieren. Besonders dann, wenn keine deiner Freunde ein Oculus Rift Gerät hat (Für Freunde ohne VR-Brille gibt es noch andere Möglichkeiten, Facebook Space zu nutzen, dazu später mehr). Bist du jedoch alleine, so hast du eine riesige Auswahl an Games, die durch die dreidimensionale Aufmachung noch attraktiver wirken.

Ein Beispiel: Du kannst einen Tisch aus deinem realen Umfeld nutzen, um auf dessen Platte Strategiespiele zu spielen. Hier verschmilzt deine echte Umwelt mit einer virtuellen Welt. Wie cool ist es, wenn man im Wartezimmer sitzt und alles erkennt, was vor sich geht und währenddessen auf dem Tisch ein virtuelles Spiel spielt?

Facebook Spaces funktioniert nur mit Oculus Rift und Samsung Gear

Um Facebook Spaces uneingeschränkt nutzen zu können, brauchst du die Oculus Rift VR-Brille. Klar, denn Oculus gehört zu Facebook.

Zu einer VR-Brille gehören immer drei Komponenten:

  • Die Brille
  • Zwei Touch Controller (hältst du in der Hand)

So auch beim Oculus Rift Modell. Die Touch Controller steuern deine Bewegungen und lassen deine Figur dementsprechend realitätsgetreu durch den virtuellen Raum bewegen. Im Falle des Oculus Rift sind die Touch Controller so aufgebaut, dass sie fast vollständig intuitiv bedient werden können und auf deine Bewegungen reagieren.

Das Oculus Rift ist momentan das Nonplusultra im Bereich der VR-Brillen und dementsprechend teuer. Alternativ gibt es noch das Samsung Gear (ebenfalls powered by oculus). Dieses ist weitaus günstiger, hat jedoch den Nachteil, dass sich die virtuelle Welt nicht mit dir bewegt, wenn du dich bewegst, wie es beim Oculus Rift der Fall ist. Zudem kann das Samsung Gear keine Bewegungen erkennen und dich dementsprechend nicht mit der virtuellen Welt interagieren lassen. Alles funktioniert über Touchsysteme. Facebook Spaces ist also mit beiden Geräten möglich, allerdings bietet nur das Oculus Rift uneingeschränkte Benutzbarkeit.

Du musst dir im Klaren sein, dass das Samsung Gear hauptsächlich als Smartphone Featureprodukt fungiert und genau für diese Zwecke eingerichtet wurde. Besitzt du ein Samsung Galaxy, so kannst du beispielsweise Games dreidimensional erweitern.

Facebook Spaces Eintritt auch ohne VR-Brille möglich

Da es weitaus mehr Facebook-Nutzer als Oculus Rift Besitzer gibt, hat Facebook für eine Möglichkeit gesorgt, auch ohne VR-Brille am Facebook Spaces geschehen teilhaben zu können. Dies ist extrem wichtig, da die meisten Nutzer bisher noch Pioniere in ihrem Freundeskreis sind und teils sogar alleine mit einer VR-Brille dastehen.

Per Videochat ist es möglich, sich in den Facebook Space zuzuschalten. Zwar kann der „normale“ Nutzer im Space nicht interagieren, jedoch über die Videozuschaltung sprechen. Wer weiß, wie lange diese Funktion noch nötig sein wird, wenn nach und nach der Markt mit VR-Brille bedient wird?

Fazit

VR-Brillen bekommen dank der Facebook Spaces Application eine weitere, unvergleichlich coole Funktion. Du brauchst nicht nur alleine Games spielen oder Filme zu schauen, du kannst deine Freunde direkt in dein Wohnzimmer einladen.

Der Server ist dabei auch mit deiner Facebook Timeline verbunden, sodass du Inhalte, die du in Spaces produzierst, nach Belieben auch allen anderen Freunden zeigen kannst.

Klar ist: Wer eine VR-Brille hat, wird an der Spiel- und Spaß Funktion von Facebook nicht drum herumkommen. Zudem gibt Mark Zuckerberg Lust auf mehr, indem er andeutet, dass die bisherigen Funktionen noch lange nicht das Ende sind.

Wir dürfen gespannt sein.

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